✨ Beluna — hilft Ihnen, den Tagesrhythmus Ihres Babys gelassen zu begleiten.

Beluna

Beikost einführen:
Zeitpunkt und Reihenfolge

Die deutsche Empfehlung nennt kein Datum, sondern ein Fenster — und anders als anderswo tatsächlich eine Reihenfolge. Beides mit Quelle, samt der Stelle, an der die WHO etwas anderes sagt.

Lesezeit ~7 MinutenAllgemeine Information · Keine medizinische BeratungAktualisiert: August 2026

Wichtig: Diese Seite enthält allgemeine Informationen und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Beluna ist ein Aufzeichnungswerkzeug; es gibt keine Gesundheitsempfehlungen, erstellt keinen Ernährungsplan und stellt keine Diagnose. Jede Entscheidung über die Ernährung Ihres Babys — wann begonnen wird, was angeboten wird, was ein Allergieverdacht bedeutet — treffen Sie gemeinsam mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.

Alle Angaben stammen aus den unter Quellen genannten öffentlichen Einrichtungen: dem Netzwerk „Gesund ins Leben“ im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), dem Portal kindergesundheit-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Weltgesundheitsorganisation. Andere Quellen wurden nicht verwendet. Empfehlungen werden aktualisiert; bei Widersprüchen gilt immer die Quelle.

Wann Beikost beginnt

Hier lohnt sich der Blick auf die deutsche Empfehlung, denn sie ist keine einzelne Zahl, sondern ein Zeitraum. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ im Bundeszentrum für Ernährung nennt: frühestens mit Beginn des 5. Monats, spätestens mit Beginn des 7. Monats.

Die Begründung steht in derselben Empfehlung: im zweiten Lebenshalbjahr deckt ausschließliches Stillen den steigenden Bedarf an Eisen, Vitamin B6, Zink, Phosphor, Magnesium und Calcium nicht mehr zuverlässig.

Das ist ein echter Unterschied. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt ausschließliches Stillen in den ersten 6 Monaten und danach Beikost neben dem Stillen. Die deutsche Empfehlung nennt ein Fenster, das früher beginnen darf. Wir lösen diesen Unterschied nicht auf — wir geben ihn wieder, damit Sie beide Angaben kennen, wenn Sie mit Ihrer Kinderärztin sprechen. Nach Beginn der Beikost wird weiter gestillt.

Woran Sie merken, dass Ihr Kind so weit ist

kindergesundheit-info.de der BZgA beschreibt die Beikostreife nicht über den Kalender, sondern über Zeichen:

  • Der Kopf wird sicher gehalten, das Kind kann mit Unterstützung aufrecht sitzen
  • Es zeigt Interesse am Essen der Familie und greift danach
  • Der Zungenstoßreflex lässt nach — Brei wird nicht mehr sofort herausgeschoben
  • Es kann Nahrung im Mund nach hinten befördern und schlucken

Die Reihenfolge der Breie

Anders als in vielen anderen Ländern gibt es hier tatsächlich eine empfohlene Abfolge. „Gesund ins Leben“ beginnt mit dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei: zunächst einige Löffel Gemüsepüree, dann Kartoffeln und etwas Öl, dann Fleisch — oder eine vegetarische Alternative — und etwas Saft zum vollständigen Brei.

SchrittWas dazukommt
AnfangWenige Löffel Gemüsepüree, neben der Milchmahlzeit
DannKartoffeln und etwas Öl
DannFleisch — oder eine vegetarische Alternative — und etwas Saft; damit ist der Brei vollständig
WeiterDie Zutaten werden abgewechselt: verschiedene Gemüse und Obst, ein- bis zweimal pro Woche Fisch statt Fleisch

Abwechslung ist dabei ausdrücklich Teil der Empfehlung, nicht nur eine nette Idee: das Netzwerk rät, das Fleisch ein- bis zweimal wöchentlich durch Fisch zu ersetzen.

Brei oder Baby-led Weaning? „Gesund ins Leben“ befasst sich mit dieser Frage in einem eigenen Beitrag. Diese Seite spricht keine Empfehlung für die eine oder andere Form aus — das ist eine Frage für Ihre Kinderärztin und den verlinkten Originaltext.

Verschlucken ist ein eigenes Thema und hängt weniger vom Lebensmittel als von Form und Zubereitung ab. Es hat eine eigene Seite — samt der Formen, die unabhängig vom Lebensmittel ein Risiko darstellen.

Allergene Lebensmittel

Ein Punkt, bei dem sich die Empfehlungen der letzten Jahre deutlich geändert haben: allergene Lebensmittel werden nicht mehr gemieden oder hinausgezögert, sondern im Rahmen der Beikost eingeführt. Wie das bei einem Kind mit erhöhtem Allergierisiko — etwa mit ausgeprägtem Ekzem — konkret aussieht, gehört in das Gespräch mit der Kinderärztin, nicht auf diese Seite.

Was im ersten Jahr nicht auf den Teller gehört

WasBis wannWarum
Honig12 MonateKann bei Säuglingen Botulismus auslösen, eine schwere Lebensmittelvergiftung — auch eingerührt oder am Schnuller
Zucker und gezuckerte SpeisenFür Säuglinge und Kleinkinder nicht vorgesehen; das gilt auch für gesüßte Joghurts und Kekse
SalzBeikost wird nicht gesalzen; salzreiche Produkte wie Wurstwaren gehören nicht in den Speiseplan
Kuhmilch als Getränk12 MonateAls Getränk im ersten Jahr nicht geeignet; im Milch-Getreide-Brei ist Kuhmilch in kleinen Mengen vorgesehen
Rohe tierische LebensmittelRohmilch, roher Fisch, rohes Fleisch und rohe Eier: Infektionsrisiko

Trinken

Mit der Beikost beginnt auch das Trinken aus dem Becher. Das BZfE nennt als Getränke der Wahl Wasser und ungesüßten Tee; gesüßte Getränke und Saftschorlen als Durstlöscher sind nicht vorgesehen.

Was Beluna tut — und was nicht

Beluna sagt Ihnen nicht, was Sie füttern sollen. Es hält fest, was Sie gefüttert haben: Beikostmahlzeiten mit Uhrzeit und Inhalt, wochenweise zurückgespiegelt. Wenn Sie neue Lebensmittel einzeln einführen, müssen Sie sich nicht merken, was an welchem Tag dabei war — es steht bereits in der Aufzeichnung.

Eine Portionsangabe, einen Essensplan oder ein Rezept finden Sie hier nicht. Wir schreiben keine Zahl, für die wir keine Quelle zeigen können.

Häufige Fragen

Wann darf ich mit Beikost anfangen?

Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ im Bundeszentrum für Ernährung nennt einen Zeitraum: frühestens mit Beginn des 5. Monats, spätestens mit Beginn des 7. Monats. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt ausschließliches Stillen in den ersten 6 Monaten. Diese Seite entscheidet nicht zwischen beiden Angaben — besprechen Sie den Zeitpunkt mit Ihrer Kinderärztin.

Warum reicht Muttermilch im zweiten Halbjahr nicht mehr allein?

Die Begründung steht in der Empfehlung selbst: im zweiten Lebenshalbjahr deckt ausschließliches Stillen den steigenden Bedarf an Eisen, Vitamin B6, Zink, Phosphor, Magnesium und Calcium nicht mehr zuverlässig. Gestillt wird nach dem Beikostbeginn weiter.

Gibt es eine feste Reihenfolge der Breie?

In der deutschen Empfehlung ja. Begonnen wird üblicherweise mit dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei: erst einige Löffel Gemüsepüree, dann Kartoffeln und etwas Öl, dann Fleisch oder eine vegetarische Alternative und etwas Saft. Die Zutaten sollen anschließend abgewechselt werden.

Muss es jeden Tag Fleisch sein?

Nein. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt ausdrücklich, das Fleisch im Brei ein- bis zweimal pro Woche durch Fisch zu ersetzen, und nennt auch eine vegetarische Alternative. Abwechslung bei Gemüse und Obst gehört ebenfalls zur Empfehlung.

Sollen allergene Lebensmittel hinausgezögert werden?

Nach heutigem Stand nicht. Allergene Lebensmittel werden im Rahmen der Beikost eingeführt statt gemieden. Bei einem Kind mit erhöhtem Allergierisiko — etwa mit ausgeprägtem Ekzem — gehört das konkrete Vorgehen in das Gespräch mit der Kinderärztin.

Sagt mir Beluna, was ich füttern soll?

Nein. Beluna ist ein Aufzeichnungswerkzeug: Es hält Beikostmahlzeiten mit Uhrzeit und Inhalt fest und zeigt sie Ihnen wochenweise zurück. Es erstellt keinen Ernährungsplan, schlägt keine Rezepte vor und gibt keine medizinischen Empfehlungen.

Quellen

Alle Angaben dieser Seite stammen aus den folgenden öffentlichen Einrichtungen. Die Links wurden im August 2026 geprüft. Empfehlungen können aktualisiert werden; bei Widersprüchen gilt die Quelle.

  1. Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) — “Beikosteinführung — Handlungsempfehlungen”. https://www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/bestens-unterstuetzt-durchs-1-lebensjahr/handlungsempfehlungen/beikost/beikosteinfuehrung/
    Zeitfenster frühestens 5. / spätestens 7. Monat und die Begründung über Eisen, Zink und weitere Nährstoffe
  2. Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) — “Abfolge und Auswahl der Beikost”. https://www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/bestens-unterstuetzt-durchs-1-lebensjahr/handlungsempfehlungen/beikost/abfolge-und-auswahl-der-beikost/
    Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, Abwechslung der Zutaten und Fisch ein- bis zweimal pro Woche
  3. Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) — “Brei und Baby-led Weaning — Was ist bei der Beikost zu beachten?”. https://www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/bestens-unterstuetzt-durchs-1-lebensjahr/nachgefragt/brei-und-baby-led-weaning-was-ist-bei-der-beikost-zu-beachten/
    Der Originaltext zur Frage Brei oder Baby-led Weaning
  4. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) — kindergesundheit-info.de — “Einführung der Beikost”. https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/beikosteinfuehrung/
    Zeichen der Beikostreife und praktische Hinweise für den Beikostbeginn
  5. Weltgesundheitsorganisation (WHO) — “Infant and young child feeding”. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/infant-and-young-child-feeding
    Ausschließliches Stillen in den ersten 6 Monaten und Beikost neben dem Stillen
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